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Obst und Gemüse selbst anbauen liegt im Trend. Ob in Berlin oder München, London oder New York: Überall entwickeln sich neue Formen urbaner Landwirtschaft - Interkulturelle Gärten, Community Gardens, City Farms, Nachbarschaftsgärten, Kinderbauernhöfe oder auch Guerilla Gardening. Beim Gärtnern entstehen Begegnung, Gemeinschaft und Engagement für den Stadtteil. Brachen werden entmüllt und bepflanzt, praktische Lernorte für Kinder und neue Impulse für Kulturen des Miteinanders werden geschaffen. Stadtteile gewinnen durch das zivilgesellschaftliche Engagement an Lebensqualität.

"Prinzessinnengarten" in Berlin, Fotos: Marco Clausen
Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis vernetzt, fördert und erforscht die vielfältige Praxis urbaner Landwirtschaft. Sie bringt innovative Akteure zusammen und kooperiert mit ihnen wie beispielsweise mit der Internet-Plattform urbanacker, mit prinzessinnengarten, mundraub oder agropolis.
Tagung: "Urbane Landwirtschaft und Gärten - Zur Zukunft der Stadt"
Mit den neuen Formen des städtischen Gärtnerns und ihrer Bedeutung für die Zukunft der Stadt beschäftigte sich die Tagung "Urbane Landwirtschaft und Gärten" der Stiftungsgemeinschaft im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing. Angeregt und engagiert diskutierten die über 100 TeilnehmerInnen (u.a. aus den Bereichen Stadtentwicklung, Architektur, Landschaftsplanung, Subsistenzforschung) Themen wie Naturerleben, ästhetisch-bildliche und historische Dimensionen urbanen Gärtnerns sowie Klimarelevanz und nachhaltige Stadtentwicklung (Programm Tagungsbericht 1 Tagungsbericht 2).

Tagungsteilnehmerinnen am Starnberger See; Foto: Marco Clausen
Münchner Stiftungsinitiative für urbanes Gärtnern
Um Anerkennung und Ausweitung von neuen Formen urbanen Gärtnerns geht es der Münchner Stiftungsinitiative. Die beteiligten Stiftungen (Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung, Selbach-Umwelt-Stiftung, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, Stiftung Interkultur) gaben die Studie "Urbane partizipative Gartenaktivitäten in München 2009" in Auftrag und planen weitere Schritte für eine stärker gemeinwesenorientierte und ökologische Flächennutzung in München (Karte: Urbane Gärten in München).
Werkstattgespräch – Urbane Landwirtschaft
In dem Werkstattgespräch zur "Urbanen Subsistenz" lud die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis im Oktober 2008 unterschiedliche Akteure der urbanen Landwirtschaft nach München ein. Eindrucksvoll zeigte sich, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität und Gesundheit neu verorten und beleuchten.