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Zur Bedeutung von Nutzgärten in der postfossilen Stadt
Ob in Berlin, Leipzig oder München, London oder New York: Überall entwickeln sich neue Formen urbaner Landwirtschaft - Interkulturelle Gärten, Community Gardens, City Farms, Nachbarschaftsgärten, Kinderbauernhöfe oder auch Guerilla Gardening. Das Gärtnern schafft einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für Selbermachen, für Begegnung und Gemeinschaft und ermöglicht auch weitergehendes Engagement für den Stadtteil. Brachen werden entmüllt und bepflanzt, praktische Lernorte für Kinder entstehen, und neue Impulse für Kulturen der Teilhabe bereichern das Zusammenleben in der Urbanitas. Stadtteile gewinnen durch das zivilgesellschaftliche Engagement an Lebensqualität und auch vormals marginalisierte Bevölkerungsschichten erhalten die Chance, sich mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten in den pluralen Lebensraum Stadt einzubringen.

Der Prinzessinnengarten in Berlin, Fotos: Marco Clausen
Die ökologische Bedeutung des Anbaus von Local Food und der Sensibilisierung für nahräumliche Lebensqualitäten liegt auf der Hand. Zugleich aber gehen postfossile Handlungsstrategien weit über eine verbesserte Klimabilanz hinaus: Auch im sozialen Sinne setzen sie neue Impulse, verflüssigen Grenzen und inspirieren einen neuen gesellschaftlichen Umgang mit der Natur.
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Urbane Landwirtschaft ist ein wichtiges Handlungsfeld, um Beiträge für eine ökologisch und sozial verträgliche Ökonomie und Gesellschaft zu leisten. Deshalb vernetzt, fördert und erforscht die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis die vielfältigen Formen des gemeinschaftlichen Gärtnerns und andere Praxen des Selbermachens. Sie bringt innovative Akteure zusammen und kooperiert mit ihnen wie beispielsweise mit der Internet-Plattform urbanacker, mit prinzessinnengarten, mundraub, Allmende_Kontor oder agropolis.