Sozialforschung in der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis ist qualitativ ausgerichtete empirische Forschung. Sowohl in den eigenen Forschungen als auch in den geförderten Studien besteht ein enger Bezug zu zivilgesellschaftlich- und nachhaltigskeitsrelevanten Prozessen. Dabei fließen Erkenntnisse über neue Dynamiken von Integration und Desintegration sowie insbesondere über den in den westlichen Gesellschaften sich gleichzeitig vollziehenden Prozess von Ent- und Einbettung ein. Während etliche Jahrzehnte lang das Motiv der Entbettung des Einzelnen aus dem Sozialen die sozialwissenschaftliche Diagnostik dominierte, ist diese Figur heute gegen das Bild eines Individuums auszutauschen, das sich zugleich loslöst und wiedereinbettet in ein Soziales, das sein Gesicht entsprechend verändert. In der Ordnung des Auseinanderfallens und Neuverfugens werden zivilgesellschaftliche Aktivitäten neu verortet und mit Sinn gefüllt. Dies zeigt sich besonders deutlich im Bereich Alltag und Nahraum, der derzeit im Fokus der Forschungsaktivitäten der Stiftungsgemeinschaft liegt.