Einen Beitrag zur allerorts geführten Debatte über die  neue urbane Gartenbewegung liefert auch der diesjährige Münchner Klimaherbst. Hier Einblicke in die Veranstaltung vom 10.8.2010.


Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.


„Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung sind für den Utopia Award 2010 gemeinsam nominiert: der Prinzessinnengarten Berlin, die Münchner Krautgärten und die Stiftung Interkultur mit dem bundesweiten Netzwerk Interkulturelle Gärten. Für den Publikumspreis "Urban Gardening" können Sie hier mitstimmen.

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Es braucht die gesellschaftliche Anerkennung der Subsistenz, um eine Vorstellung von Wohlstand und Lebensqualität jenseits des Wachstumszwangs zu entwickeln, betonte Andrea Baier von der Stiftungsgemeinschaft in ihrem Beitrag zur Tagung „Politik in der Wachstumsfalle“, die sich im Juli 2010 in der Evangelischen Akademie Loccum mit den ersten Konturen einer Postwachstumsgesellschaft befasste. Zur Tagungsdokumentation


Eindrucksvoll zeigt die Jubiläumsbroschüre des Kempodium, von der Stiftungsgemeinschaft vor zehn Jahren in Kempten initiiert, seine enorme Angebotsvielfalt in den Bereichen Region, Bildung und Selbermachen. Nun wird dieses Engagement auch offiziell belohnt: Sowohl die Stadt Kempten als auch der Landkreis Oberallgäu haben soeben die mehrjährige Förderung des Kempodium beschlossen. „Das Kempodium“, so die Begründung, „ist als wichtiger Akteur aus der Region nicht mehr wegzudenken“. Das Jubiläumsfest steigt am 10.10.2010. mehr>>
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„Interkulturelle Gärten bereichern unsere Städte, (…) sie fördern das friedliche Zusammenleben und stiften ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und Heimat.“ Mit diesen Worten begrüßte Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, die TeilnehmerInnen der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur im Juni 2010 in Berlin. Zeitgleich beglückwünschte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs mehr>>

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Foto: Cornelia Suhan


Für sein stifterisches Engagement erhielt Jens Mittelsten Scheid, Gründer der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und der Stiftung Interkultur, am 7. Mai den Deutschen Stifterpreis

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Foto: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger


Um die Rückkehr der Obst- und Gemüsegärten geht es im HR-Radiobeitrag Postfossile Stadtgestaltung,  ein TAZ-Blogger schwärmt von der interkulturellen Gartenlust, und das  ZDF berichtet gleich mehrfach: Mit Mangold in die Zukunft und Die neue Lust am Gärtnern.


Die Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der neuen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen gaben eine Studie über urbanes Gärtnern in München in Auftrag  und planen weitere Schritte (Karte Urbane Gärten in München).


Das Interesse für das Thema Selbermachen hält an. Das ZDF gibt in seinem Beitrag Selbermachen für alle Einblicke in die Offenen Werkstätten des Kempodium.
Und das Magazin MENSCHEN veröffentlichte in der Ausgabe 1/2010 einen Schwerpunkt "Urbane Subsistenz".


Die wachsende Vielfalt gärtnerischer und landwirtschaftlicher Aktivitäten verändert die Stadt. Erst kürzlich porträtierte die Berliner Zeitung die „Jungbauern“ vom Kreuzberger Moritzplatz. Städtisches Gärtnern war jüngst auch Gegenstand der Tagung „Urbane Landwirtschaft und Gärten“. Kurzberichte und Fotos unter: urbanacker.de und prinzessinnengarten.net.


Selbermachen ist keine kurzlebige Modeerscheinung oder Krisenstrategie, sondern vor allem eine kreative Aneignung des Naheliegenden. Pioniere dieses boomenden Phänomens zeigt die Ausstellung Nicht nach Anleitung, die Christa Müller von der Stiftungsgemeinschaft am 27. November im Berliner Museum Lichtenberg mit einem Gastbeitrag eröffnet hat.
Auch in Österreich wird die wachsende Attraktivität von Eigenarbeit thematisiert. In ihrem Beitrag „allerhand“ beschreibt die Bloggerin Sonja Schnögl unterhaltsam, was Menschen erleben, wenn sie zu Säge, Spaten oder Stricknadeln greifen.
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Artikel aus LEBENSART, November 2009


Bis nach Asien strahlt das von der Stiftungsgemeinschaft geförderte Projekt Kunst-Stoffe, Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien. Im Oktober stellte Kunst-Stoffe-Mitgründerin Corinna Vosse in der Hongkonger „School of Creativity“ das Konzept des modernen Recyclings vor. Die teilnehmenden KulturmanagerInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen diskutierten die Realisierung eines solchen Projekts auch in ihrer Stadt. In einem Workshop stellten Schüler der Creative School Kunst aus „Abfallmaterial“ her.

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Vor fast 100 Besuchern stellten am 9. Oktober 2009 im Kempodium in Kempten vier "Pioniere der Region" sich und ihre Projekte vor. Ernst Wirthensohn präsentierte die erfolgreiche Regionalmarke "von hier", Natascha Glasow die "Wertacher Mühle", einen Ferienhof für Alleinerziehende; Mathilde Widmer sprach über ihr Engagement für die musische Bildung von Kindern und Walter Grath über grenzüberschreitendes Umwelt-Engagement. Seit 2006 veranstaltet die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis zusammen mit Partnern vor Ort "Pioniere der Region - regionale Strategien in Zeiten der Globalisierung".


Das Recycling-Projekt "Kunst-Stoffe", das von der Stiftungsgemeinschaft gefördert wird, ist unter den 40 Preisträgern des Bundeswettbewerbs "Generationendialog in der Praxis - Bürger initiieren Nachhaltigkeit". Herzlichen Glückwunsch!

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Ihr erstes Honigfest feierte die Lehrimkerei der Internationalen Gärten Göttingen mit einer Honigverkostung. Zahlreiche Gäste aus der Nachbarschaft sowie Schulkinder, Vereinsmitglieder und Presse freuten sich über die süße Kostprobe und sahen neugierig beim Imkern zu. Uwe Dzeia und Bernhard Nentwich vom Göttinger Imkerverein unterstützen die interkulturelle Lehrimkerei, ein Förderprojekt der Stiftungsgemeinschaft, als "Imker-Paten" und halfen auf dem Honigfest, die vielen Fragen zu beantworten.

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„Die Klimakrise – ein komplexes Phänomen. Herausforderungen und Gestaltungsansätze einer nachhaltigen Ökonomie“. Zu diesem Thema können bis 15. Januar 2010 junge WissenschaftlerInnen ihre Master-, Diplom-, Doktor- und sonstige Forschungsarbeiten einreichen. Das Preisgeld von 5.000 Euro wird auf zwei PreisträgerInnen verteilt. Zusätzlich vergibt die Selbach-Umwelt-Stiftung einen mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis für herausragende Master- und Diplomarbeiten.
Der Kapp-Forschungspreis wird ausgeschrieben von: Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), Kapp-Stiftung, Hatzfeldt-Stiftung, Selbach-Umwelt-Stiftung und der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis.
Infos und Bewerbungsunterlagen bei Dr. Manuel Schneider, info@make-sense.org


In Krisenzeiten entdecken die Menschen die Qualität des Selbermachens neu und beginnen, sich in einigen Lebensbereichen Terrain zurückzuerobern. Offene Werkstätten sind neben urbanen Gärten dafür optimal geeignet, sie wecken Experimentierfreude, Kreativität und Gemeinsinn. Oft ersetzen sie Keller und Werkstatt, sind „Wohnungsergänzungsraum“, wie Andrea Baier von der Stiftungsgemeinschaft in ihrem Beitrag „Zur Aktualität von Eigenarbeit und Offenen Werkstätten“ sagt. Darüber hinaus ermöglichen sie Selbstversorgung und Kontrolle über die Subsistenz. In vielen Städten sind Offene Werkstätten längst auch Bildungspartner und Stadtteilgestalter. Dies zeigte eindrücklich das Vernetzungstreffen, das die Stiftungsgemeinschaft vom 20. bis 22. März 2009 in München organisierte, wo sie Akteure innovativer Offener Werkstätten zum Austausch einlud.


Um das Münchner Haus der Eigenarbeit (HEi), von der Stiftungsgemeinschaft vor zwei Jahrzehnten gegründet, geht es u.a. in dem ZDF-Blog "Zukunft machen". Das HEi bietet neben Offenen Werkstätten eine große Vielfalt an Kleinkunst und Kultur. Es ist wichtiger Teil der kommunalen Infrastruktur und trägt ganz praktisch zur Nachhaltigkeit bei. Eigentlich müsste es so ein Haus in jedem Stadtteil geben.
Reden Sie mit im ZDF-Blog "Zukunft machen".


Wo Bantam steht, wächst keine Gentechnik! Ein Blick auf die Goldene Bantam-Karte zeigt: Bereits an 50.000 Orten in Deutschland wird dieser vermehrungsfähige und gentechnikfreie Mais angebaut. Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und die Stiftung Interkultur unterstützen die Aktion Bantam-Mais von "Save Our Seeds" der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.


Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
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Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis fördert handwerkliche Aktivitäten, wozu auch die boomende Hobby-Imkerei gehört. So unterstützte sie im Sommer 2008 die Ansiedlung zweier Bienenvölker in den Internationalen Gärten Göttingen. Begleitet wurde der Einzug von einer medienwirksamen Begrüßungszeremonie, an der GärtnerInnen, Kinder und NachbarInnen teilnahmen: Es gab selbstgebackenen Bienenstich, Tee, Gebete und eine Fülle von guten Wünschen für die neuen Gartenbewohner. Die Bienen sind Teil der neuen "Lehrimkerei", einem Modellprojekt, das Kindern und Erwachsenen ökologische Zusammenhänge praktisch und lebensnah vermittelt. Beobachtungen in Wort und Bild aus Göttingen finden Sie hier:
Fotoimpressionen (WMV)
Bericht Bienenankunft (PDF)


Mit der Kampagne „/unvermittelt“ brachten im Sommer 2008 die Berliner Ideenwerkstatt workstation und die Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK) einen anderen Arbeitsbegriff in die öffentliche Debatte. An den Aktionen, Demonstrationen und Happenings, die überall in Berlin stattfanden, beteiligten sich rund 50 Akteure, darunter KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen. Im Rahmen der Kampagne ist ein Katalog erschienen, der „Praxen, Techniken, Spielräume“ rund um das Thema Arbeit bzw. ein anderes Verständnis von Arbeit zeigt.
www.ngbk.de
www.unvermittelt.net

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Können Offene Werkstätten neue Formen der Sozialen Arbeit inspirieren? Der Blick durch die Theoriebrille der Sozialen Arbeit, den Diplomandinnen von der Hochschule Esslingen auf zwei von der Stiftungsgemeinschaft initiierte Projekte, das Kreativzentrum in Wolfen und das Kempodium in Kempten, werfen, bringt Erstaunliches zutage. mehr>>


Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland – diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung „Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich“ an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem „monokulturellen“ Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller „Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung“.
Tagungsbericht
Tagungsprogramm
Audiovortrag Vandana Shiva

Dr. Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake


Unter diesem Motto fand im Mai 2008 das 16. Essener Dorfsymposium in Bleiwäsche, Kreis Paderborn statt. Andrea Baier, Mitarbeiterin der Stiftungsgemeinschaft anstiftung und ertomis, hielt den Einführungsvortrag Der ökonomische und gesellschaftliche "Mehrwert" des Dorfes
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Der renommierte österreichische Kultursender Ö1 brachte im Mai einen informativen Beitrag über Interkulturelle Gärten in Deutschland und Österreich. 
Die Sendung lief am 9. Mai 2008 um 19.05 Uhr in oe1.ORF.at.


Am 1. Mai hat die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gemeinsam mit der Hatzfeldt-Stiftung, der Kapp-Stiftung, der Selbach-Umwelt-Stiftung sowie der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) den Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie in Heidelberg vergeben. mehr >>


Für die Natur hat die 9. UN-Artenschutzkonferenz nicht viel gebracht. Die Organisatoren des Gegengipfels Planet Diversity  der vom 12. bis 16. Mai ebenfalls in Bonn stattfand, sprechen sogar von einem Desaster. Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis hatte den Gegengipfel unterstützt und u.a. in dem Workshop „Urban Gardening/Urban Agriculture“ Interkulturelle Gärten und Community Gardens in Europa vorgestellt. Das Themenfeld Urbane Landwirtschaft  ist ein Arbeitsschwerpunkt der Stiftungsgemeinschaft.


Arbeit und Engagement jenseits des Marktes erfahren weltweit eine wachsende Aufmerksamkeit. So bildet das Themenfeld Subsistenz auch im renommierten Club of Budapest ein zentrales Aktivitätsfeld. mehr >>


Das 2007 im Rahmen der Forschungsarbeit der anstiftung zu nachhaltigen Lebensstilen publizierte Buch Wovon Menschen leben wurde in die Top Ten 2007 der Zukunftsliteratur der Salzburger Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen aufgenommen. mehr >>


3. September 2010
Urbane Landwirtschaft
Tagung, Berlin
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