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Do it Yourself - Räume und Netzwerke postindustrieller Produktivität. Die Tagung der Stiftungsgemeinschaft beleuchtet ebenso ungewöhnliche wie unerwartete soziale Praxen, die ein großes öffentliches Interesse geweckt haben. Mit großem kollektiven Antrieb nutzen die DIY-AktivistInnen die Stadtöffentlichkeit als Bühne. Im Fokus stehen Teilen und Tauschen, Selbermachen, Urban Gardening und Guerilla Knitting, die Umdeutung und Wiederaneignung von handwerklichen Fähigkeiten, die Öffnung von Design und Schaltplänen, das Hacken von Dingen und von Räumen, die Schaffung von Allmenden, die Wiederentdeckung der Commons.
Auf der Tagung, die auch das 30jährige Bestehen der anstiftung feiert, sind einige der markantesten Akteure eingeladen. 

Freitag bis Sonntag gab es eine Liveberichterstattung auf Facebook.

Zum Tagungsprogramm

Weitere Berichte finden sich hier, hier, hier, und hier.


Sommercamp 2012 NeuLand Köln
Foto: Stefano Chiolo
Vom 24.-26.8.2012 fand auf einem ehemaligen Brauergelände in Köln das erste bundesweite Treffen der urbanen Gartenprojekte statt. Organisiert von NeuLand (Köln), Prinzessinnengarten (Berlin), Allmende-Kontor (Berlin) und der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, konnten sich die 90 Teilnehmer der urbanen-Interkulturellen Gemeinschaftsgärten und Projekte der nicht-kommerziellen, partizipativen urbanen Landwirtschaft kennenlernen und vernetzen. Auftakt war am Freitag eine Open-Air-Vorführung der Dokumentation über Lebensmittelverschwendung „Taste the Waste“ unter Anwesenheit des Regisseurs Valentin Thurn - und selbst ein kurzer Wolkenbruch konnte die heitere Stimmung nicht drücken. Am Samstag und Sonntag wurden zahlreiche Workshops angeboten. Deren Themen reichten von gemeinsamen handwerklichen Tätigkeiten wie dem Bau von Wurmkisten, über Solidarische Landwirtschaft, bis hin zu rein inhaltlich-strategischen Themen, wie z.B. der Erörterung von infrastrukturellen und politischen Fragestellungen. Zum Sommercamp eine Reportage und ein Interview.
Hier die verfügbaren Workshop-Dokumentationen: Humusbildung, Leipziger Vlies, Pflanzkiste, Solidarische Landwirtschaft - Kartoffelkombinat, Vernetzung, Selbstbewässernde Pflanzkisten.


Zum Artikel

 

Was es bedeutet, wenn GärtnerInnen nomadisch werden, soziale Beziehungen aber nicht so mobil sind wie Tetrapaks, wenn Teilen und Tauschen eine Renaissance erleben und Kleinbauern keineswegs die rückständigen Fortschrittsfeinde sind, für die sie auch die Linke immer hielt - und was uns das alles über den gesellschaftlichen Wandel in der postindustriellen Epoche sagt: 
Die grüne Guerilla 
Phänomenologie einer Bewegung 


Ist Urban Gardening nur ein „Medienhype“? Oder doch eher Ausdruck einer gesellschaftlichen Umorientierung hin zu mehr Nachhaltigkeit und demokratischer Stadtgestaltung? Im ZDF-Nachtstudio diskutierten Jakob Augstein, Christa Müller, Gabriella Pape und Martin Rasper kontrovers über ein Phänomen mit Breitenwirkung. 

Die Sendung zum Anschauen:
zdf-nachtstudio 
 

Urban Gardening
Volker Panzer, Jakob Augstein, Christa Müller (v.links) Foto: ZDF 


upcycling
"Upcycling", Foto: Kunst-Stoffe

 

„Acryl&Plastik“, „Upcycling“ oder „Elektronik Schlachtfeld“ – zum Aktionstag Rio 20 des Nachhaltigkeitsrates am 4. Juni 2012  regen die Mitglieder des Verbunds Offener Werkstätten ganz praktisch zur Nachhaltigkeit an: Defektes selbst reparieren, Elektronikteile wiederverwerten, aus Plastikflaschen Windräder bauen, Fahrrad-Checks selbst durchführen oder in der BioGartenKüche (Wild)Kräuter verarbeiten.



Mehr Informationen unter:
www.aktionstag-nachhaltigkeit.de


Ganz ohne Benzinverbrauch, lästigen Lärm und Gestank lassen sich in der Stadt Möbel, Einkäufe, ja ganze Gärten transportieren – mit dem Lastenfahrrad. Dieses zukunftsfähige Transportmittel kann man auch selber bauen, z.B. in Offenen Werkstätten wie bei Kunst-Stoffe und Open Design City in Berlin oder in der WerkBox3 in München. Für subsistenzorientierte, gemeinnützige Projekte organisiert die Stiftungsgemeinschaft außerdem Selbstbau-Workshops. 

Mehr Informationen unter:
www.werkstatt-lastenrad.de 
 

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Foto: Rosa Rose, Artikel Transporte mit Tritt 


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Street Art (Spiegelneuronen|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)

 

Eigensinnige Strategien urbaner Akteure wie Migranten, Guerilla-Gärtner oder Kreativarbeiterinnen stehen im Fokus der Neuerscheinung „Eigensinnige Geographien - Städtische Raumaneignungen als Ausdruck gesellschaftlicher Teilhabe“. Das Buch ist Ergebnis eines Forschungsprojekts, das die Stiftungsgemeinschaft von 2008 bis 2010 förderte. Im Gespräch mit DRadio Wissen erläutern die Herausgeber Bastian Lange und Malte Bergmann, wie sich städtische Akteure sozialräumlich vernetzen, wovon sie leben und welche Strategien der Raumaneignung sie jenseits der offiziellen Stadtentwicklungspolitik entfalten.


Ausstellung - Die Produktive Stadt
Foto: Eagle Street Rooftop Farm, Brooklyn, NY © Joe Nasr - Design: Carolin Mees
Auf große Resonanz stießen die Eröffnungsveranstaltungen der Ausstellung Carrot City/Die Produktive Stadt in Berlin und München. Die Ausstellung, die das Design von urbaner Landwirtschaft in Städten wie New York, Toronto, München und Berlin aufzeigt, inspiriert durch neue Bilder von Urbanität und zeigt Perspektiven für eine nachhaltige Stadtgestaltung auf. 
Christa Müllers Eröffnungsvortrag Soziale und politische Dimensionen Urbaner Landwirtschaft

Ausstellung - Die Produktive Stadt

Fotos: Claus Eutin


Für herausragendes bürgerschaftliches Engagement und eine einzigartige Angebotspalette wurde das Kempodium im Dezember 2011 im Maximilianeum ausgezeichnet. Das von der Stiftungsgemeinschaft langjährig geförderte Zentrum für Eigenversorgung erhielt den vierten Preis unter 121 Bewerbern. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm lobte die Preisträger als beispielhafte Initiativen: „Bürgerschaftliches Engagement stärkt das solidarische Miteinander und damit das Fundament einer zukunftsfähigen Gesellschaft.“ >>mehr  

buergerkulturpreisDas Team des Kempodium mit Landtagspräsidentin Stamm. Foto: Uschi Kempin


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Foto: Bundesregierung/Jochen Eckel

 

Gemeinsam mit anderen StifterInnen war Jens Mittelsten Scheid, Gesellschafter der Stiftungsgemeinschaft, bei Angela Merkel zu Gast. In dem Gespräch am 14.9.2011 setzte sich Mittelsten Scheid für eine verstärkte Partnerschaft zwischen Stiftungen und der öffentlichen Hand ein. "Zivilgesellschaftliche Einrichtungen wie Stiftungen", so sagte er, "könnten durch ihre forschende und Praxis entwickelnde Arbeit dazu beitragen, dass öffentliche Aufgaben im Sinne der Bürger-
gesellschaft sowohl kostengünstiger als auch wirkungsvoller wahrgenommen werden". 


Zukunftsthema postfossile Mobilität: anstiftung & ertomis veranstaltet Workshops rund um Lastenräder und mobile Infrastruktur zum Selbermachen. Einfache und replizierbare Lösungen für Auf- und Anbauten zu finden, die aus jedem Rad ein Transportrad machen, war Gegenstand des Workshops "bikeXtensions". 


Termine und Informationen zum Lastenradbau: hier

Interview bei Radio Fritz

 

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UrbanGardening

 

Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.

Urban Gardening in DRadio Wissen 

Rezensionen 


Blog


Den Berliner Alexanderplatz verwandelte die Künstlerin Monika Jakubiak in eine riesige Offene Werkstatt, die zahlreichen Schaulustigen unkompliziert Spaß am Selbermachen bereitete. Die BesucherInnen experimentierten mit Pop-Up-Cycling, Nähen, Drucken, Weben und Tischlern. Ihre mobilen Werkstätten zur Verfügung stellten u.a. Stitch n` Bitch, Trial&Error-Kulturlabor, RecycleWerkstattBerlin sowie die Berliner Mitglieder des Verbunds Offene Werkstätten SDW-Neuköln und Open Design City.
 

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Im Fokus des Kunstprojektes iCulture steht der Erhalt des Handwerks.


„Nomadisch grün“ in Kreuzberg, Stadtentwicklung von unten in Leipzig, Kochen mit türkischstämmigen Jungs oder der legendäre Gartenumzug von Rosa Rose – die vier Kurzfilme von George Eich, produziert von anstiftung&ertomis, sind auf DVD erhältlich. Sie zeigen die Lebendigkeit und die sozialen und kulturellen „Nebenprodukte“ urbanen Gärtnerns.
zur DVD-BestellungZu den Filmen:
Nomadisch grün: Der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg Den Kindern die Natur näher bringen
Gartenbewegungen in Berlin Am Anfang war der Nachbarschaftsgarten


"Weniger kaufen: selber machen!" - unter diesem Motto stand die DIY-Kreativ-Werkstatt-Landschaft zum Mitmachen des Verbundes Offener Werkstätten auf der Nachhaltigkeits-Messe GoodGoods vom 26. bis 29. Mai 2011 in Hamburg. Viele hundert Menschen konnten mit Schablonen-Siebdruck, Töpfern, Holzbearbeitung, Fashion-Reloaded, Lampenbau aus gebrauchten Materialien und weiteren handwerklich-kreativen Selbermach-Angeboten dieses Motto wörtlich nehmen und die Vielfalt und Fülle, die Offene Werkstätten in Hamburg und andernorts bieten, praktisch erleben. 
Weitere Bilder der Aktion auf der Webseite des Verbundes.

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                                                                                                                         Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert


Highlight der Eröffnungsfeier der Offenen Werkstatt war der brandneue Lasercutter, den die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis dem FabLab-München zur Verfügung stellt. Interessierte können das computergesteuerte Schneidegerät ab sofort in der neuen Hightech-Werkstatt in München-Neuhausen besichtigen, nutzen und von dem Konzept „Make – Share – Learn“ profitieren.

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„Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
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Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ (Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
3sat-Kulturmagazin Scobel - "Billig muss es sein"


Werkstatt-N   Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. 
Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.      


Am 24. September 2010 vergaben anstiftung & ertomis, Hatzfeldt-Stiftung, Kapp-Stiftung, Selbach-Umwelt-Stiftung und die Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) in Freiburg/Breisgau den Kapp-Forschungspreis. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis dient der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.
Die Preisträger 2010


Es braucht die gesellschaftliche Anerkennung der Subsistenz, um eine Vorstellung von Wohlstand und Lebensqualität jenseits des Wachstumszwangs zu entwickeln, betonte Andrea Baier von der Stiftungsgemeinschaft in ihrem Beitrag zur Tagung „Politik in der Wachstumsfalle“, die sich im Juli 2010 in der Evangelischen Akademie Loccum mit den ersten Konturen einer Postwachstumsgesellschaft befasste.


Eindrucksvoll zeigte die Jubiläumsfeier des Kempodium, von der Stiftungsgemeinschaft vor zehn Jahren in Kempten initiiert, seine enorme Angebotsvielfalt in den Bereichen Region, Bildung und Selbermachen. Dieses Engagement wird auch offiziell belohnt: Sowohl die Stadt Kempten als auch der Landkreis Oberallgäu haben die mehrjährige Förderung des Kempodium beschlossen. „Das Kempodium“, so die Begründung, „ist als wichtiger Akteur aus der Region nicht mehr wegzudenken“. Das Jubiläumsfest fand am 10.10.2010 statt. mehr>>
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„Interkulturelle Gärten bereichern unsere Städte, (…) sie fördern das friedliche Zusammenleben und stiften ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und Heimat.“ Mit diesen Worten begrüßte Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, die TeilnehmerInnen der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur im Juni 2010 in Berlin. Zeitgleich beglückwünschte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs mehr>>

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Foto: Cornelia Suhan


Für sein stifterisches Engagement erhielt Jens Mittelsten Scheid, Gründer der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und der Stiftung Interkultur, am 7. Mai den Deutschen Stifterpreis.

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Foto: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger


Um die Rückkehr der Obst- und Gemüsegärten geht es im HR-Radiobeitrag Postfossile Stadtgestaltung,  ein TAZ-Blogger schwärmt von der interkulturellen Gartenlust, und das  ZDF berichtet gleich mehrfach: Mit Mangold in die Zukunft und Die neue Lust am Gärtnern.


Die Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der neuen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen gaben eine Studie über urbanes Gärtnern in München in Auftrag  und planen weitere Schritte (Karte Urbane Gärten in München).


Das Interesse für das Thema Selbermachen hält an. Das ZDF gibt in seinem Beitrag Selbermachen für alle Einblicke in die Offenen Werkstätten des Kempodium.
Und das Magazin MENSCHEN veröffentlichte in der Ausgabe 1/2010 einen Schwerpunkt "Urbane Subsistenz".


Die wachsende Vielfalt gärtnerischer und landwirtschaftlicher Aktivitäten verändert die Stadt. Erst kürzlich porträtierte die Berliner Zeitung die „Jungbauern“ vom Kreuzberger Moritzplatz. Städtisches Gärtnern war jüngst auch Gegenstand der Tagung „Urbane Landwirtschaft und Gärten“. Kurzberichte und Fotos unter: urbanacker.net und prinzessinnengarten.net.


Selbermachen ist keine kurzlebige Modeerscheinung oder Krisenstrategie, sondern vor allem eine kreative Aneignung des Naheliegenden. Pioniere dieses boomenden Phänomens zeigt die Ausstellung Nicht nach Anleitung, die Christa Müller von der Stiftungsgemeinschaft am 27. November im Berliner Museum Lichtenberg mit einem Gastbeitrag eröffnet hat.
Auch in Österreich wird die wachsende Attraktivität von Eigenarbeit thematisiert. In ihrem Beitrag „allerhand“ beschreibt die Bloggerin Sonja Schnögl unterhaltsam, was Menschen erleben, wenn sie zu Säge, Spaten oder Stricknadeln greifen.
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Artikel aus LEBENSART, November 2009


Bis nach Asien strahlt das von der Stiftungsgemeinschaft geförderte Projekt Kunst-Stoffe, Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien. Im Oktober stellte Kunst-Stoffe-Mitgründerin Corinna Vosse in der Hongkonger „School of Creativity“ das Konzept des modernen Recyclings vor. Die teilnehmenden KulturmanagerInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen diskutierten die Realisierung eines solchen Projekts auch in ihrer Stadt. In einem Workshop stellten Schüler der Creative School Kunst aus „Abfallmaterial“ her.

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Vor fast 100 Besuchern stellten am 9. Oktober 2009 im Kempodium in Kempten vier "Pioniere der Region" sich und ihre Projekte vor. Ernst Wirthensohn präsentierte die erfolgreiche Regionalmarke "von hier", Natascha Glasow die "Wertacher Mühle", einen Ferienhof für Alleinerziehende; Mathilde Widmer sprach über ihr Engagement für die musische Bildung von Kindern und Walter Grath über grenzüberschreitendes Umwelt-Engagement. Seit 2006 veranstaltet die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis zusammen mit Partnern vor Ort "Pioniere der Region - regionale Strategien in Zeiten der Globalisierung".


Das Recycling-Projekt "Kunst-Stoffe", das von der Stiftungsgemeinschaft gefördert wird, ist unter den 40 Preisträgern des Bundeswettbewerbs "Generationendialog in der Praxis - Bürger initiieren Nachhaltigkeit". Herzlichen Glückwunsch!

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Ihr erstes Honigfest feierte die Lehrimkerei der Internationalen Gärten Göttingen mit einer Honigverkostung. Zahlreiche Gäste aus der Nachbarschaft sowie Schulkinder, Vereinsmitglieder und Presse freuten sich über die süße Kostprobe und sahen neugierig beim Imkern zu. Uwe Dzeia und Bernhard Nentwich vom Göttinger Imkerverein unterstützen die interkulturelle Lehrimkerei, ein Förderprojekt der Stiftungsgemeinschaft, als "Imker-Paten" und halfen auf dem Honigfest, die vielen Fragen zu beantworten.

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In Krisenzeiten entdecken die Menschen die Qualität des Selbermachens neu und beginnen, sich in einigen Lebensbereichen Terrain zurückzuerobern. Offene Werkstätten sind neben urbanen Gärten dafür optimal geeignet, sie wecken Experimentierfreude, Kreativität und Gemeinsinn. Oft ersetzen sie Keller und Werkstatt, sind „Wohnungsergänzungsraum“, wie Andrea Baier von der Stiftungsgemeinschaft in ihrem Beitrag „Zur Aktualität von Eigenarbeit und Offenen Werkstätten“ sagt. Darüber hinaus ermöglichen sie Selbstversorgung und Kontrolle über die Subsistenz. In vielen Städten sind Offene Werkstätten längst auch Bildungspartner und Stadtteilgestalter. Dies zeigte eindrücklich das Vernetzungstreffen, das die Stiftungsgemeinschaft vom 20. bis 22. März 2009 in München organisierte, wo sie Akteure innovativer Offener Werkstätten zum Austausch einlud.


Um das Münchner Haus der Eigenarbeit (HEi), von der Stiftungsgemeinschaft vor zwei Jahrzehnten gegründet, geht es u.a. in dem ZDF-Beitrag "Zukunft machen". Das HEi bietet neben Offenen Werkstätten eine große Vielfalt an Kleinkunst und Kultur. Es ist wichtiger Teil der kommunalen Infrastruktur und trägt ganz praktisch zur Nachhaltigkeit bei. Eigentlich müsste es so ein Haus in jedem Stadtteil geben.


Wo Bantam steht, wächst keine Gentechnik! Ein Blick auf die Goldene Bantam-Karte zeigt: Bereits an 50.000 Orten in Deutschland wird dieser vermehrungsfähige und gentechnikfreie Mais angebaut. Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und die Stiftung Interkultur unterstützen die Aktion Bantam-Mais von "Save Our Seeds" der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.


Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
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Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis fördert handwerkliche Aktivitäten, wozu auch die boomende Hobby-Imkerei gehört. So unterstützte sie im Sommer 2008 die Ansiedlung zweier Bienenvölker in den Internationalen Gärten Göttingen. Begleitet wurde der Einzug von einer medienwirksamen Begrüßungszeremonie, an der GärtnerInnen, Kinder und NachbarInnen teilnahmen: Es gab selbstgebackenen Bienenstich, Tee, Gebete und eine Fülle von guten Wünschen für die neuen Gartenbewohner. Die Bienen sind Teil der neuen "Lehrimkerei", einem Modellprojekt, das Kindern und Erwachsenen ökologische Zusammenhänge praktisch und lebensnah vermittelt. Beobachtungen in Wort und Bild aus Göttingen finden Sie hier:
Fotoimpressionen (WMV)
Bericht Bienenankunft (PDF)


Mit der Kampagne „/unvermittelt“ brachten im Sommer 2008 die Berliner Ideenwerkstatt workstation und die Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK) einen anderen Arbeitsbegriff in die öffentliche Debatte. An den Aktionen, Demonstrationen und Happenings, die überall in Berlin stattfanden, beteiligten sich rund 50 Akteure, darunter KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen. Im Rahmen der Kampagne ist ein Katalog erschienen, der „Praxen, Techniken, Spielräume“ rund um das Thema Arbeit bzw. ein anderes Verständnis von Arbeit zeigt.
www.ngbk.de 

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Können Offene Werkstätten neue Formen der Sozialen Arbeit inspirieren? Der Blick durch die Theoriebrille der Sozialen Arbeit, den Diplomandinnen von der Hochschule Esslingen auf zwei von der Stiftungsgemeinschaft initiierte Projekte, das Kreativzentrum in Wolfen und das Kempodium in Kempten, werfen, bringt Erstaunliches zutage. mehr>>


Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland – diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung „Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich“ an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem „monokulturellen“ Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller „Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung“.
Tagungsbericht
Tagungsprogramm
Audiovortrag Vandana Shiva

Dr. Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake


Unter diesem Motto fand im Mai 2008 das 16. Essener Dorfsymposium in Bleiwäsche, Kreis Paderborn statt. Andrea Baier, Mitarbeiterin der Stiftungsgemeinschaft anstiftung und ertomis, hielt den Einführungsvortrag Der ökonomische und gesellschaftliche "Mehrwert" des Dorfes
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Der renommierte österreichische Kultursender Ö1 brachte im Mai einen informativen Beitrag über Interkulturelle Gärten in Deutschland und Österreich. 
Die Sendung lief am 9. Mai 2008 um 19.05 Uhr in oe1.ORF.at.


Für die Natur hat die 9. UN-Artenschutzkonferenz nicht viel gebracht. Die Organisatoren des Gegengipfels Planet Diversity  der vom 12. bis 16. Mai ebenfalls in Bonn stattfand, sprechen sogar von einem Desaster. Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis hatte den Gegengipfel unterstützt und u.a. in dem Workshop „Urban Gardening/Urban Agriculture“ Interkulturelle Gärten und Community Gardens in Europa vorgestellt. Das Themenfeld Urbane Landwirtschaft ist ein Arbeitsschwerpunkt der Stiftungsgemeinschaft. 


Arbeit und Engagement jenseits des Marktes erfahren weltweit eine wachsende Aufmerksamkeit. So bildet das Themenfeld Subsistenz auch im renommierten Club of Budapest ein zentrales Aktivitätsfeld. mehr >>


Das 2007 im Rahmen der Forschungsarbeit der anstiftung zu nachhaltigen Lebensstilen publizierte Buch Wovon Menschen leben wurde in die Top Ten 2007 der Zukunftsliteratur der Salzburger Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen aufgenommen. mehr >>


01.-02.06.2013 Bremen

07.06.2013

Hamburg 
09.06.2013 Bremerhaven
14.-16.06.2013 Witzenhausen
20.06.2013 Berlin
21.-23.06.2013 Rastatt

27.-28.06.2013

München

28.06.2013

Leipzig
28.06.2013 Leipzig
29.-30.06.2013 Hamburg
29.-30.06.2013 Hannover